Inszenierte Authentizität an Orten des Verbrechens

von Julia Greim, am 15.10.2019 Bei einem kleinen Kiosk mit grünen Fensterläden beginnt die Spur in Flossenbürg. Er befindet sich im ehemaligen Wachhaus am Eingang zum Lager, 500 Meter weiter die offizielle KZ-Gedenkstätte. Abb. 1: Lageplan der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Der erste Eindruck ist unerwartet unspektakulär, sogar einladend. Graue flache Stufen führen zur Linken einen grasbewachsenen… Weiterlesen Inszenierte Authentizität an Orten des Verbrechens

(Re)konstruierte Zerstörung in Dresden. Zwischen Erinnerungskultur und Opferkult

von Vanessa Kleinitz, am 14.10.2019 Abbildung 1 Neubeginn des kulturellen Lebens. Theodor Rosenhauer malt "Blick auf das Japanische Palais nach dem Angriff" (Foto: Deutsche Fotothek) Eine Stadt steht in Flammen. Im Verlauf vom 13. bis 15. Februar 1945 bombardieren die Alliierten Dresden. Was bleibt, ist neben Trümmern und zahlreichen Toten ein Streit um Erinnerung und… Weiterlesen (Re)konstruierte Zerstörung in Dresden. Zwischen Erinnerungskultur und Opferkult

Die Dritte Zerstörung Dresdens: Eine Verdrängung des sozialistischen Erbes aus dem Dresdner Stadtbild?

von Rebecca Koller, am 15.10.2019 Betrachtet man die Stadt Dresden, so hat diese keine leichte Vergangenheit. Im letzten Jahrhundert musste sie gleich mehrere Schicksalsschläge hinnehmen. Durch die Bombardierung während des Zweiten Weltkrieges im Februar 1945 erlitt Dresden durch die Zerstörung bedeutender, das Stadtbild prägender Bauten, darunter etwa der Frauenkirche, große Verluste. Wird in diesem Zusammenhang… Weiterlesen Die Dritte Zerstörung Dresdens: Eine Verdrängung des sozialistischen Erbes aus dem Dresdner Stadtbild?

Noch Platz für Neues? Die Rekonstruktion der Dresdner Altstadt.

von Katharina Ponschab, am 16.10.2019 Bewegt man sich in Dresden durch die Altstadt, findet man sich in einem Sammelsurium von verschiedensten Baustilen aus scheinbar verschiedenen Epochen wieder. Während der südliche Teil der langgezogenen Altstadt an der Prager Straße durch eine Mischung aus sozialistischen Plattenbauten der 1960er und 1970er Jahre und post-modernen Fassaden aus den 2000er… Weiterlesen Noch Platz für Neues? Die Rekonstruktion der Dresdner Altstadt.

Eine Chronologie des Krieges? – Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Robin von Taeuffenbach, 15.10.19 In modernem Gewand präsentiert die Bundeswehr die Geschichte von Militär, Krieg und Gewalt im Militärhistorischen Museum in Dresden. Chronologisch durch die Epochen, gespickt mit thematischen Schwerpunkten werden BesucherInnen durch die Ausstellung geführt – diese erreicht ihre gesteckten Ziele aber nur zum Teil. Unser erster Tag in Dresden führt uns am Vormittag… Weiterlesen Eine Chronologie des Krieges? – Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Ein unbequemes Denkmal – Erinnerungskultur im Zentralwerk Dresden

von Janina Remensberger, am 16.10.2019 Im Pförtnerhäuschen, durch das man das Gelände des ehemaligen Goehlewerks betritt, ist heute ein hippes kleines Café untergebracht. Den betonierten Innenhof dahinter durchbrechen grüne Bäume, an denen eine riesige Schaukel baumelt. Ein Peace-Zeichen schmückt die Fassade eines tristen Stahlbetonbaus, ein selbstgemaltes Plakat bewirbt einen Lindy Hop-Kurs. Bei unserem Besuch im… Weiterlesen Ein unbequemes Denkmal – Erinnerungskultur im Zentralwerk Dresden

Zur aktuellen Situation der Kulturpolitik in Deutschland am Beispiel Festspielhaus Hellerau

Von Maria P. Hiltl, am 14.10.2019 Topographisch ist die Sache mit Hellerau klar: Die erste deutsche Gartenstadt (1909) liegt mit etwa 20 Minuten S-Bahn-Strecke mit der Nr. 7 vom Stadtzentrum entfernt am Rande Dresdens, genauer gesagt im nördlichen Stadtbezirk Klotsche/Vorstadt Hellerau. Kulturhistorisch ist die Lage von Hellerau schon etwas komplizierter: War Hellerau nun modern, antimodern,… Weiterlesen Zur aktuellen Situation der Kulturpolitik in Deutschland am Beispiel Festspielhaus Hellerau

Schwierige Orte. Geschichtskultur und öffentlicher Raum

Im Rahmen des Projekt-Masterseminars "Schwierige Orte. Geschichtskultur und öffentlicher Raum" im Sommersemester 2019 des noch jungen Masterstudiengangs Public History und Kulturvermittlung der Universität Regensburg wurde das Gedenken und Erinnern von Gewalt und Gewalterfahrungen im 20. Jahrhundert, genauer im Zusammenhang von Nationalsozialismus, Krieg, Zerstörung, Zwangsmigration und Vernichtung/Holocaust thematisiert. Wie, von wem, in welcher Weise wird erinnert?… Weiterlesen Schwierige Orte. Geschichtskultur und öffentlicher Raum

Gewalt und Verbrechen in transnationaler Erinnerungskultur zwischen Deutschland und Tschechien

Titelbild

von Cherin Nabo, am 20.10.2019 Brauchen wir heutzutage eine öffentliche Geschichtskultur, den reflektierten Umgang mit Hinterlassenschaften von Geschichte im öffentlichen Raum? Trotz der Omnipräsenz der Geschichte: Stadtführungen, Bustouren, Museumsführungen, kulturelle Sehenswürdigkeiten, auch das Web sind gefüllt mit Erklärungen zur Historie. Geschichte und Kultur sind oftmals zur Ware geworden, sogar zu Massenprodukten, mit denen man profitabel… Weiterlesen Gewalt und Verbrechen in transnationaler Erinnerungskultur zwischen Deutschland und Tschechien